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Leichtes Gemüse-Tempura mit Ponzu-Sauce

Leichtes Gemüse-Tempura mit Ponzu-Sauce

Bei Frittiertem scheiden sich die Geister. Die einen würden am liebsten schon zum Frühstück in einen dicken Donut beißen, die anderen bekommen schon beim bloßen Anblick von Pommes Frittes Bauchschmerzen. Irgendwo dazwischen verorte ich mich. Weder Wan Tans noch Churros können mich locken, Fish and Chips überlasse ich gern anderen und auch den Trend des frittierten Schokoriegels werde ich wohl nie verstehen. Bei Tempura allerdings werde ich absolut schwach – vor allem wenn es mit Gemüse zubereitet ist.


Woran mag das liegen? Am japanischen Ursprung? An der puristischen Zubereitungsweise? Allem voran wohl an der guten Basis: Frisches, knackiges, aromatisches Gemüse, das sich gut in eine leichte Teighülle packen und im heißen Öl ausbacken lässt. Auf einmal klingt das Wort „frittiert“ nicht mehr schwer und fetttfriefend, sondern knusprig und verlockend. Genau: Man könnte eigentlich auch „Knusperhülle“ sagen. „Edles Gemüse in leichter Knusperhülle“, auf dem Bild serviere ich es stil- und streetfoodecht eingeschlagen in das schicke Newsprint-Papier von Papstar, das sich – aus Pergament-Ersatz, fettdicht und praktisch – perfekt dazu eignet. Und was frittiere ich am liebsten? Okraschoten zum Beispiel entfalten auf diese Weise ihr volles Potenzial, auch Süßkartoffeln, Brokkoli und Champignons schmecken köstlich als feines Tempura. Besonders gut eignen sich auch grüne Bohnen, Grünspargel, Möhren und Frühlingslauch, die von mir gerne mit einer exotischen Ponzu-Sauce serviert und dann in diese gestippt werden. Köstlich!

Das Leben ist schön. Und lecker!

Federleichte Grüße,

Eure Pauline

Leichtes Gemüse-Tempura mit Ponzu-Sauce

Zutaten:
(für 4 Personen):

600-900 g Gemüse nach Wahl, z.B.:
Okraschoten, Brokkoli, Süßkartoffeln, Champignons, grüne Bohnen, Grünspargel, Frühlingslauch, Möhren
250 ml Sonnenblumenöl
2 TL Miso-Paste
4 TL Kartoffelstärke
12 Mizuna-Salatblätter (in gut sortierten Asia-Märkten, alternativ Rucola oder Basilikum)

Für den Tempura-Teig:
2 große Eigelb
350 ml kohlensäurehaltiges Mineralwasser
150 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Maisstärke
2 TL Natron

Für die Ponzu-Joyu-Sauce (otional):
3 TL Mirin
120 ml Tamarisauce
7 g Bonitoflocken
3 TL Reisessig
Saft von 1 Zitrone
1 Blatt getrocknetes Kombu (Seetang), in 8 Stücke geschnitten

Zubereitung:

Für die Ponzu-Joyu-Sauce Mirin in eine kleine Pfanne geben und für 30 Sekunden zum Kochen bringen. In eine Schüssel gießen, die restlichen Zutaten für die Sauce hinzufügen, abkühlen lassen. Bedeckt über Nacht ziehen lassen. In ein Schraubglas abseien und kühl stellen.

Das Gemüse nach Wahl waschen, putzen und in Stücke schneiden.

Für den Tempurateig das Eigelb mit dem kohlensäurehaltigen Mineralwasser in einer Schüssel vermischen. Mehl, Backpulver, Maisstärke und Natron darüber sieben und alles vorsichtig vermischen, dabei nicht zu stark rühren (kleine Klumpen sind ok).

Das Öl in einem großen Wok auf 170 °C erhitzen, dann die Temperatur auf 160-180 C regulieren (alternativ die Fritteuse auf 170 °C einstellen). Etwas Miso-Paste auf das Gemüse streichen, mit Kartoffelstärke bestäuben, dann in den Tempurateig stippen und im heißen Öl ca. 1 Minute goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Auf dieselbe Art mit den Mizunablättern verfahren (hier jedoch die Frittierzeit halbieren). Das fertige Tempura mit der Ponzu-Joyu-Sauce servieren.


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