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Meeresfrüchtesalat mit Staudensellerie und Flusskrebsen

Meeresfrüchtesalat mit Staudensellerie und Flusskrebsen

Er ist der Star jeder Feinkost-Theke und der Stoff, aus dem Antipasti-Träume sind. Keiner macht ihn besser als mein Haus- und Hofitaliener Alessandro. Dachte ich. Irgendwann hatte Alessandro Urlaub und ich unsäglichen Appetit auf Meeresfrüchtesalat – „Insalata di frutti di mare“–, so wie ich ihn liebe. Seitdem bereite ich ihn regelmäßig selbst, für mich und meinen Freund oder für meine Gäste, in kleinen oder größeren Mengen zu.

Zugegeben, es gibt schnellere Rezepte. Deswegen lohnt sich die Zubereitung auch nur dann für eine Person, wenn man (so wie ich) wirklich sehr sehr hungrig nach Meeresfrüchten ist. Meist mache ich ihn für liebe Freunde, die mir dafür regelmäßig die Füße küssen. Im Sommer war er der perfekte Auftakt einer entspannten Gartenparty oder eines mediterran-leichten Picknicks, jetzt im Herbst darf er als Vorspeise brillieren. Bitte nicht vergessen: Den gut gekühlten Prosecco, die Best of Eros Ramazotti-Playlist und natürlich das passende Geschirr aus Palmblatt (gibt es in verschiedenen Formen und Größen).

Ansonsten gilt: Wirklich schwer ist so ein Meeresfrüchtesalat in der Zubereitung eigentlich nicht. Man braucht nur ein wenig Zeit für das Garen der einzelnen Komponenten. Oktopus, oder Pulpo wie die Italiener ihn nennen, gehört in jedem Fall in diesen Klassiker der mediterannen Küche, und ich finde auch zart gegarte Tintenfischringe unerlässlich. Auf Muscheln dagegen verzichte ich meist, sie übernehmen in Sachen Aroma allzu schnell das Kommando. Wer ohne sie nicht leben kann, darf sie natürlich integrieren. In meinem Fall sind Flusskrebse der heimliche Star dieses sommerlich-frischen Meeresfrüchtesalats.

Kleiner Tipp: Den Salat am besten schon am Vorabend zubereiten und über Nacht ziehen lassen – so können sich die Aromen von Knoblauch, Staudensellerie und Zitrone am besten entfalten und man gerät als Gastgeber nicht in Stress. Knackiger Staudensellerie ist für mich ein absolutes Muss, wer ihn nicht mag, kann ihn aber auch z.B. durch hauchdünn gehobelten Fenchel oder kurz blanchierten grünen Spargel ersetzen. Auch rohe Zucchinistücke machen in diesem luxuriösen Appetizer, so wie der fertig in Palmblattschalen angerichtete Salat, eine gute Figur.

Meeresfrüchtesalat mit Staudensellerie und Flusskrebsen

Zutaten:

1 Oktopus oder 500 g Mini-Oktopoden (wenn möglich küchenfertig und gehäutet)
500 g kleine Tintenfischtuben (wenn möglich küchenfertig)
300 g Flusskrebsschwänze, vorgegart und verzehrfertig
4 Stangen Staudensellerie
2 Lorbeerblätter
frische Kräuter nach Wahl

3 Knoblauchzehen, grob gehackt
1 rote Chilischote, frisch gehackt
5 EL Olivenöl
Saft und abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

1.
Oktopus, falls nicht schon geschehen, küchenfertig vorbereiten: Dazu den Körper samt den Fangarmen mit einem scharfen Messer vom Rumpf abschneiden. Den Schnabel (oder das Kauwerkzeug) vorsichtig aus der Mitte herausdrücken und entfernen. Oktopus unter fliesend kaltem Wasser abbrausen, abtropfen lassen, trocken tupfen und weich klopfen. Tipp: Italienische Fischer erledigen dies gern, indem sie den Oktopus einige Mal gegen einen Felsen schlagen. In Ermangelung eines solchen kann der urbane Frutti di Mare-Fan natürlich auch einen Fleischklopfer verwenden.

Tintenfische ebenfalls säubern und putzen.

Selleriestangen samt Grün unter fließendem Wasser abspülen, trocken tupfen. Grün entfernen, die äußeren Selleriestangen mit einem Sparschäler schälen bzw. die langen zähen Fäden mit Hilfe eines kleinen Messers abziehen. In Halbmonde schneiden. Beiseite stellen.

2.
Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Lorbeerblätter und Oktopus hineingeben und den Pulpo etwa 1 Stunde weich kochen. Garprobe mit einer Gabel oder einem Schaschlikspieß machen: Der Pulpo ist fertig, wenn er sich mühelos einstechen lässt. Topf vom Herd ziehen, Lorbeerblatt entfernen und den Pulpo im Wasser abkühlen lassen.

In der gleichen Zeit die Tintenfischtuben in einem zweiten Topf in sprudelnd kochendem Wasser garen, bis sie weich sind. Abgießen, abtropfen und auskühlen lassen.

3.
Den Oktopus vorsichtig häuten und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Tintenfischtuben in Ringe schneiden. Flusskrebsschwänze abtropfen lassen und zusammen mit den anderen Meeresfrüchten in eine große Schüssel geben. Sellerie untermischen, dann Kräuter, Knoblauch, Chili, Olivenöl, Zitronensaft und -abrieb hinzufügen. Alles gut miteinander vermischen, eventuell noch einmal nach Geschmack nachwürzen. Mindestens 1 Stunde, am besten aber über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Auf hübsche Teller oder Schalen z.B. aus Palmblatt verteilen und genießen.
Die farblich passenden Servietten gibt es übrigens hier.


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