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Borlottibohnensalat mit Mini-Basilikum und Croutons

Borlottibohnensalat mit Mini-Basilikum und Croutons

Wer kennt sie nicht: Die unfassbar geringe Halbwertszeit einer frisch gekauften Basilikumpflanze. Kaum erstanden, hängen schon die ersten Stängel und obgleich man ihr in den darauffolgenden Tagen mit fundiert recherchierten Wasserzufuhrstrategien und ernsthafter Fürsorge begegnet, reagiert sie schnell verschnupft. Als sei sie beleidigt, dass man sie aus dem herrlich sonnigen Italien ins wind- und wettergebeutelte Deutschland verschleppt hat. „Hier, nimm das, du Teutone, mich wirst du niemals kriegen“, scheinen ihre traurig-verschrumpelten Blättchen vorwurfsvoll zu sagen. „Wie soll ich diesen grauen Himmel nur Wochen und Monate lang ertragen? Ich will zurück in das Land, wo die Zitronen blühen.

Borlottibohnensalat in Zuckerrohrschale

Und so nahm eine Basilikumpflanze nach der anderen in meinen Armen ein jähes Ende und beinahe hätte ich wohl resigniert und dieser mediterranen Zutat auf ewig abgeschworen. Wenn nicht der Piccolino auf den Plan getreten wäre. Überlebenstüchtiger und anpassungswilliger als seine großen Brüder, nahm er meine Pflegeversuche an und erkor, umgepflanzt in einen nährstoffreichen Humus, einen windgeschützten, warmen und sonnigen Ort zu seinem bevorzugten Habitus. Dort wächst und gedeiht er nun bisweilen nahezu prächtig. Morgens grüße und begieße ich ihn und erzähle ihm von meinen nächsten Fingerfood-und Buffetideen und auf welchem Einweggeschirr ich diese anzurichten gedenke. Und dann überlegen wir gemeinsam, was wir heute kochen wollen. Besonders wohl fühlt der Piccolino sich in meiner neuesten Buffet-Kreation: Einem kernigen, intensiv nach Spätsommer in Italien schmeckenden Borlottibohnensalat mit getrockneten Tomaten und Croutons. Dazu passt ein schöner Barbera oder Nebbiolo aus dem Piemont und ofenwarmes Ciabatta mit gutem Olivenöl.

Borlottibohnensalat mit Mini-Basilikum in Zuckerrorhschale

Borlottibohnensalat mit Mini-Basilikum und Croutons

Zutaten:

400 kg Borlottibohnen
4 Knoblauchzehen, geschält
1 Lorbeerblatt
Olivenöl extra vergine zum Würzen
Aceto Balsamico Bianco
Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Glas getrocknete Tomaten in Öl (280 g)
rustikales Weißbrot
Öl zum Braten (z.B. raffiniertes Olivenöl oder Rapsöl)
frische Basilikumblättchen, z.B. der Sorte Piccolino (normaler Basilikum eignet sich natürlich auch)

Außerdem:
Hübsches Einweggeschirr z.B. aus Zuckerrohr (z.B. der Marke Papstar)

Zubereitung:

1. Die Bohnen mindestens 8 Stunden, besser über Nacht in kaltem Wasser einweichen lassen. Am nächsten Tag abgießen und zusammen mit 2 geschälten Knoblauchzehen und dem Lorbeerblatt in einem Topf mit kaltem Wasser aufsetzen. Kurz aufkochen lassen, dann abgedeckt bei milder Hitze gar kochen (ca. 45 Minuten). Abgießen und auskühlen lassen, dabei den Koblauch auffangen.

2. Knoblauchzehen zerdrücken und zusammen mit reichlich Öl und etwas Essig (Menge nach Gusto) in eine Schüssel geben. Zu einer Vinaigrette rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Die getrockneten Tomaten aus dem Öl nehmen, abtropfen lassen und in Stücke oder Streifen schneiden. Das Brot in Würfel schneiden. Die restlichen beiden Knoblauchzehen anpressen, etwas Öl in einer Pfanne mild erhitzen und die Zehen darin ca. 5 Minuten sanft anschwitzen (das Öl sollte lediglich das Aroma aufnehmen). Knoblauch herausnehmen, Brotwürfel hinzufügen und im heißen Knoblauchöl goldbraun braten. Herausnehmen und auskühlen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen.

4. Bohnen und getrocknete Tomaten in eine große Schüssel z.B. aus Zuckerrohr geben, mit der Vinaigrette plus etwas vom aufgefangenen Tomatenöl begießen und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gut durchmischen und mind. 30 Minuten ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren mit den Croutons und den Basilikumblättchen bestreuen (Tipp: Bei einem Buffet können die Croutons auch in einem separaten Fingerfood-Schälchen gereicht werden).


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