www.fingerfood-shop.com

Falafel mit Tahinisauce und Pinienkernen

Falafel mit Tahinisauce und Pinienkernen

Wie aufwändig und extravagant muss Finger- und Partyfood eigentlich sein? Über dieses Thema führen mein bester Freund und ich seit jeher eine lange Debatte. Alex – gelernter Koch und geborener Perfektionist – hat sich vor drei Jahren mit einer Catering-Firma selbstständig gemacht und ist immer auf der Suche nach DEM perfekten Teller. Er liebt Aha-Effekte und Luxusprodukte, will seine Kunden und Gäste immer üppigst verwöhnen. Ein Fingerfood oder Flying Buffet ohne Foie Gras-Pralinen, Kaviar-Eier oder getrüffelte Polentaschnittchen kommt bei ihm nur selten vor. Ganz anders ich: Natürlich liebe ich all diese kleinen Köstlichkeiten, die dem Leben ein wenig Glamour verleihen, und hin und wieder, zu besonderen Anlässen, gehören sie auch auf die Teller. Aber ein gut komponiertes Gemüsegericht, ein paar knusprige, perfekt zubereitete Falafel oder eine schlichte, raffiniert gewürzte Kartoffel halten in meinen Augen doch jedem Hummer, Steinpilz- oder Trüffelgericht stand.

Challenge accepted! Neulich dann die Probe aufs Exempel in Alex‘ Cateringküche: Hummer vs. Falafel: Wer macht das Rennen? Wir luden ein paar unserer engsten Freunde ein und testen by the way auch gleich das neu erstandene Fingerfoodgeschirr aus Holz. Natürlich lassen sich Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, und dennoch stellten sich die knusprigen Kichererbsenbällchen, serviert mit leicht gerösteten Pinienkernen und einer sämig-aromatischen Tahinisauce, als absoluter Knaller heraus. Selbst für stark verwöhnte Gaumen. Der Hummer in Safransauce war fein, leicht und elegant, keine Frage, und doch hatten meine Falafel eine treue Fangemeinde. Der Trick meiner israelischen Fingerfood-Bällchen? Sie werden frittiert, sind aber nicht fettig, was auch daran liegt, dass ich die Kichererbsen nicht koche, sondern nur einweiche und zusammen mit anderen guten Zutaten frisch durch den Fleischwolf drehe. Ein Trick vom Gemüse-Papst, the one and only Yotam Ottolenghi. Schmeckt man. Versprochen.

Falafel mit Pinienkernen

Zutaten:

250 g getrocknete Kichererbsen
½ Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1 EL fein gehackte glatte Petersilie
2 EL fein gehacktes Koriandergrün
½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
½ TL Koriander, gemahlen
¼ TL Kardamon, gemahlen
½ TL Backpulver
1 ½ TL Dinkelvollkornmehl
200 g Pinienkerne, gehackt
750 ml Sonnenblumenöl zum Frittieren
1 EL Sesamsaat
Salz

Zubereitung:

Die Kichererbsen in einer großen Schüssel mit der doppelten Menge Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen.

Am nächsten Tag Kichererbsen abgießen, abtropfen lassen und mit Zwiebel, Knoblauch, Petersilie und Koriandergrün mischen. Die Mischung zweimal durch den Fleischwolf drehen (auf der kleinsten Stufe). Alternativ kann man die Mischung auch in der Küchenmaschine portionsweise auf der Pulsstufe fein zerkleinern, dabei aber aufpassen, dass die Mischung nicht zu breiig wird.

Gewürze, Backpulver, etwas Salz, Mehl, Pinienkerne sowie ca. 3 EL Wasser hinzufügen und alles mit den Händen zu einem glatten, homogenen Teig verarbeiten. Abdecken und 1 Stunde mind. Im Kühlschrank ruhen lassen.

Einen großen, hohen Topf mit schwerem Boden zu ca. zwei Drittel hoch mit Öl befüllen, das Öl auf 180 °C erhitzen.

Je 1 EL Teig abstechen und mit feuchten Händen zu walnussgroßen Bällchen oder Küchlein formen. Den Teig fest zusammengdrücken, damit die Falafel nicht beim Frittieren zerfallen.

Die Bällchen mit etwas Sesam bestreuen und portionsweise 4–5 Minuten frittieren, bis sie außen goldbraun und innen gar sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, auf Fingerfood-Schiffchen verteilen und sofort mit Tahini- oder Joghurtsauce sowie frischem Pitabrot servieren.

Tahinisauce 

Zutaten: 
150 g helles Tahini (Sesampaste)
2 EL Zitronensaft
1 kleine Knoblauchzehe, zerdrückt
1 gute Prise Salz

Zubereitung: 

Die Sesampaste gut umrühren. Paste mit 120 ml Wasser, Zitronensaft, Knoblauch und Salz zu einer dicken Sauce verrühren. Sie sollte die Konsistenz von flüssigem Honig haben. Falls sie zu dick ist, ein paar Tropfen Wasser untermixen.
In ein Schraubglas füllen und bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.


Related Posts

Puy-Linsen mit Babyspinat, Senfdressing und Lachs

Puy-Linsen mit Babyspinat, Senfdressing und Lachs

Man muss nicht unbedingt praktizierender Christ sein, um an Karfreitag Fisch essen bzw. seinen Gästen servieren zu wollen. Manche Traditionen bieten auch ohne den dazugehörigen Glauben ein schönes Ritual. Passend zum morgigen Feiertag gibt es hier heute also – schon einen Tag früher als üblich, […]

Kokos-Limetten-Pudding mit Grapefruitkaramell

Kokos-Limetten-Pudding mit Grapefruitkaramell

Fluch der Karibik? Im Gegenteil: Dieses exotische Dessert ist ein echter Segen. Weil es super schnell aus dem Ärmel geschüttelt und die Zutatenliste recht überschaubar ist. Man muss nicht auf Palmen klettern, keine Kokosnüsse und keine kryptischen Rezeptbeschreibungen knacken und auch keine großen Küchenabenteuer bestehen. […]