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Gazpacho Andaluz mit Pimentòn de la Vera und Rucola

Gazpacho Andaluz mit Pimentòn de la Vera und Rucola

Immer wenn ich Gazpacho zubereite, muss ich an mein Erasmusjahr in Andalusien denken, an lange und heiße Nächte, in denen wir gegen 22 Uhr zu Abend aßen und ein bisschen zu viel Sangria tranken. An dieses feurige, rauchige Paprikapulver namens Pimentòn de la Vera, das seitdem aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken ist. Und an Diego, der mir beibrachte, wie man eine richtige Gazpacho macht.

Das Geheimnis einer echten andalusischen Gazpacho liegt einerseits in ihrer perfekten Konsistenz – sie darf nicht zu dick sein, sondern muss sich fast schon trinken lassen – andererseits in ihrer richtigen Temperatur: Ich serviere sie am liebsten eiskalt. Damit sie richtig gut wird, weicht man Brot vom Vortag in etwas Wasser und Essig ein und mixt es unter das mediterrane Gemüse. In Spanien verwendet man anstelle von Weißbrot manchmal auch Zwieback. Wichtig ist, dass man das richtige Verhältnis aus Süße (Tomaten), Säure (Essig) und Schärfe (Pimentòn de la Vera) erwischt. Und wie man sie anrichtet. Ich serviere meine Gazpacho entweder als Aperitiv in kleinen Shotgläsern oder in unseren Fingerfood-Bechern aus Kunststoff oder, wenn es eine richtige Vorspeise werden soll, in den wasserdichten, robusten und sehr hübschen Schalen aus Palmblatt der Marke Papstar. Sie werden aus den abgefallenen Blättern der indischen Adaka-Nusspalme hergestellt und sind die perfekte Alternative, wenn spontan eine Horde Spanier zu Besuch kommt und man kurzerhand ein bisschen improvisieren muss.

Gazpacho Andaluz mit Pimentòn de la Vera und Rucola

Gazpacho Andaluz mit Pimentòn de la Vera und Rucola

Zutaten
(für 2 Portionen)

1 EL Apfel- oder Rotweinessig
1 altbackenes Brötchen vom Vortag
1 kg vollreife aromatische Tomaten
1 Gurke
1 rote Zwiebel
1 rote Paprikaschote
1 Stück Wassermelone (ca. 150 g Fruchtfleisch)
1 Lauchzwiebel
3 Knoblauchzehen
4 EL mallorquinisches Olivenöl
Fleur de Sel
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Spritzer Agavendicksaft
1 Spritzer Zitronensaft
Salz

Zum Servieren:
Palmblattgeschirr der Marke Papstar

ein halbes Bund frischer Rucola
Pimentón de la Vera

Zubereitung

Den Essig mit 50 ml Wasser mischen. Das Brötchen darin einweichen. Tomaten kreuzweise einritzen, mit heißem Wasser überbrühen, dann häuten und grob würfeln.

Gurke und rote Zwiebel schälen. Paprika putzen und entkernen, in grobe Stücke schneiden. Das Fruchtfleisch der Wassermelone in Stücke schneiden. Lauchzwiebel putzen, Grün entfernen, den weißen Teil in grobe Stücke schneiden. Mit dem übrigen Gemüse, der Wassermelone, den Tomaten und dem eingeweichten Brötchen in der Küchenmaschine oder mit dem Stabmixer fein pürieren.

Knoblauch schälen, fein hacken oder pressen und zur Suppe geben. (Tipp: Wer keinen rohen Knoblauch mag, verwendet confierten Knoblauch). 2 EL des Olivenöls untermixen. Alles mit Salz, Pfeffer, etwas Agavendicksaft sowie Zitronensaft abschmecken und für mind. 4 Stunden gut durchkühlen lassen.

Die fertige Gazpacho auf schönen tiefen Palmblatttschalen verteilen und mit dem restlichen Olivenöl beträufeln. Kurz vor dem Servieren mit Pimentòn de la Vera bestreuen und mit Rucola garnieren.


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